Leitbild

 

INSTITUT FÜR SEXUALPÄDAGOGIK UND SEXUALTHERAPIE
ISP, USTER

 

1 Aufgaben
Ziel des ISP ist die Förderung sexuellen Wohlbefindens und sexueller Selbstsicherheit als entscheidende Grundlage für Gesundheit und Lebensfreude. Zentrale Aufgaben sind die Aus- und Weiterbildung, die Beratung, Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung von Fachpersonen und Fachstellen. Das Angebot richtet sich nach anerkannten wissenschaftlichen Standards für Lehre und Beratung und den Erfordernissen einer sich stets ändernden Gesellschaft.

2 Grundhaltung
Sexualpädagogik und Sexualtherapie orientieren sich an den Interessen und der Würde des einzelnen Menschen sowie an Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit. Unter sexueller Gesundheit versteht das ISP, gemäss WHO Definition, die gelungene Integration körperlicher, emotionaler, intellektueller und sozialer Aspekte in die Gestaltung sexueller Lebensäusserung, welche Menschen bereichert und Persönlichkeit, Kommunikation und Liebe stärkt. Informationen zur Förderung der sexuellen Gesundheit auf der Website der Humboldt-Universität zu Berlin: „Förderung sexueller Gesundheit“.

3 Institutionskultur
Die Institutskultur ist geprägt durch gegenseitige Wertschätzung und Achtung, durch Bereitschaft zu stetiger Entwicklung, durch eine hohe Leistungsbereitschaft, durch Gleichberechtigung der Geschlechter, durch sorgsamen Umgang mit der Mitwelt sowie durch einen partnerschaftlichen Führungsstil. Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Fachpersonen im wissenschaftlichen Beirat sichert den adäquaten Einbezug von weiteren relevanten Disziplinen wie Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Medizin und Religionswissenschaften.

4 Bildungsverständnis
Die Ausbildenden gehen davon aus, dass der Mensch sich und seine Umwelt aktiv gestalten will und für sein Handeln die Verantwortung übernimmt. Deshalb vermitteln sie den Teilnehmenden von Aus- und Weiterbildungen das Wissen und die Fähigkeiten, um das eigene Lernen selbständig weiterzuentwickeln und Lernprozesse bei anderen anzuregen und zu begleiten. Voraussetzung dazu ist die umfassende Reflexion der eigenen Sexualität und des eigenen Handelns, was den direkten Transfer von der Theorie in die Alltagspraxis ermöglicht.

5 Beratungsverständnis
In der Sexualtherapie geht das ISP davon aus, dass es lebenslang Lernschritte braucht, um die Sexualität erfolgreich zu gestalten. Die Beratungsarbeit orientiert sich an vorhandenen Stärken und Kompetenzen der Klientinnen und Klienten.
Durch lösungsorientiertes Arbeiten werden Handlungskompetenzen entwickelt, welche befähigen, die eigenen Ziele anzugehen. Die Sexualtherapie erfolgt auf der Grundlage eines rechtlich geschützten Vertrauensverhältnisses (Schutz des Privatgeheimnisses und Datenschutz).

6 Rollenverständnis
Die Ausbildenden sowie die Therapierenden haben eine Modell-Funktion auch in Bezug auf die Inhalte, welche sie vermitteln, zum Beispiel sich empathisch zu verhalten und wertfrei auf die Reaktionen von Menschen einzugehen. Sorgfalt im verbalen und nonverbalen Ausdruck sowie die Wahrung erforderlicher innerer und äusserer Distanz bezüglich sexueller Korrektheit wird vorausgesetzt.

7 Kundinnen und Kunden
Kundinnen und Kunden stehen im Zentrum des Instituts; ihre Anliegen bilden die Basis aller Aktivitäten. Das ISP schafft permanent an einer umfassenden Lern- und Beratungskultur, um den Kunden und Kundinnen in ansprechender Atmosphäre, mit Hilfe einer modernen Infrastruktur und begleitet durch ausgewiesene Fachpersonen ein Optimum an Ausbildungs- und Beratungsqualität zu bieten. Die Persönlichkeit der Teilnehmenden wird in ihrer intellektuellen, emotionalen und sozialen Dimension gefördert.

8 Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
Das ISP verpflichtet sich zu einer systematischen Qualitätsüberprüfung der Dienstleistungen. Evaluation auf allen Ebenen ist eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch die gezielte Auswahl von fachlich und didaktisch hoch qualifizierten Ausbildenden und eine motivierende Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen. Der Ausbildungs- und Beratungserfolg bei Kundinnen und Kunden wird laufend erhoben. Erkanntes Verbesserungspotential wird als Teil der Weiterentwicklung des Institutes entsprechend umgesetzt.

August 2010